Berechtigung statt bloßer Angehörigkeit
Der vorbereitete Kundenbereich prüft jeden Zugriff serverseitig anhand von Nutzer, Vorgang und Berechtigungsstufe. Die Kenntnis einer Vorgangs- oder Dokument-ID gewährt keinen Zugriff.
Das öffentliche Cockpit arbeitet Local-first: Es hilft beim privaten Ordnen, ohne ein Serverkonto anzulegen oder Dokumente an NachlassWeg zu übertragen. Komplexe und rechtliche Sachverhalte gehören weiterhin zu qualifizierten Fachleuten.
Der vorbereitete Kundenbereich prüft jeden Zugriff serverseitig anhand von Nutzer, Vorgang und Berechtigungsstufe. Die Kenntnis einer Vorgangs- oder Dokument-ID gewährt keinen Zugriff.
Für jedes Dokument wird ein eigener Schlüssel vorgesehen. Inhalt und Dokumentenschlüssel werden getrennt mit AES-256-GCM verschlüsselt. Ohne erreichbaren Malware-Scanner wird ein Upload vollständig abgewiesen.
Anmeldung, Freischaltung, Änderung und Löschung werden in einem HMAC-gesicherten, verketteten Audit-Protokoll vorbereitet. Rechtlich oder fachlich relevante Regeln benötigen zusätzlich eine eigene Freigabe und Versionierung.
Die Anwendung soll Verträge über Unterlagen und Zahlungsbewegungen erkennen, nicht Zugangsdaten der verstorbenen Person sammeln.
Nach bestätigter Zahlung soll ein persönliches Kundenkonto für zwölf Monate freigeschaltet werden. Es wird keine ZIP-Datei und kein Softwarepaket ausgeliefert. Anmeldung, Sitzungsverwaltung, Berechtigungsprüfung, Ablauf und Sperrung des Zugangs müssen serverseitig durchgesetzt werden, bevor der echte Verkauf freigegeben werden darf.
Die Fallbearbeitung bleibt Local-first: Angaben, Notizen und bewusst ausgewählte Umsatzdateien werden im Browser verarbeitet und nicht automatisch an NachlassWeg oder Stripe übertragen. Dauerhafte lokale Speicherung wird nur nach ausdrücklicher Auswahl auf dem verwendeten Gerät aktiviert. Konto- und Zahlungsdaten sind davon getrennt.
Die lokale Datenverarbeitung begrenzt die serverseitige Verarbeitung, ersetzt aber nicht den Schutz des eigenen Geräts. Nutzende sollten ein aktuelles Betriebssystem und einen aktuellen Browser verwenden, das Gerät sperren, Exporte sicher verwahren und die lokale Speicherung auf gemeinsam genutzten Geräten nicht aktivieren.
Bei der Nachlassorganisation können besonders schützenswerte Informationen zusammenkommen. Dazu zählen Identitätsdaten, Vertragsunterlagen, Zahlungsbewegungen und Angaben über Familienverhältnisse. Deshalb soll NachlassWeg Daten nicht vorsorglich sammeln, sondern nur für einen klar beschriebenen Zweck verarbeiten. Eingaben müssen einem konkreten Vorgang zugeordnet sein und dürfen nicht automatisch für Werbung oder fremde Zwecke verwendet werden.
Eine technische Schutzmaßnahme allein genügt nicht. Ebenso wichtig sind verständliche Berechtigungen, festgelegte Löschfristen und eine dokumentierte Trennung zwischen Test-, Entwicklungs- und Produktivsystemen. Nutzer sollen erkennen können, welche Daten benötigt werden, wer darauf zugreifen darf und wann eine Löschung vorgesehen ist. Besonders sensible Dokumente dürfen erst verarbeitet werden, wenn der produktive Betrieb einschließlich Datenschutzprüfung und Sicherheitsfreigabe tatsächlich aktiviert wurde.
Auch bei einer späteren Dokumentenanalyse gilt das Prinzip der Datenminimierung. Kontoauszüge sollen beispielsweise nur auf erkennbare Vertrags- oder Zahlungsbeziehungen geprüft werden. Zugangsdaten, vollständige Kontohistorien oder sachfremde Buchungen sind für diesen Zweck nicht erforderlich und sollten weder dauerhaft gespeichert noch unnötig angezeigt werden.
Der geplante Produktivbetrieb verbindet organisatorische und technische Maßnahmen. Jede Ebene soll das Risiko begrenzen, falls eine andere Schutzmaßnahme versagt.
Starke Anmeldung, Zwei-Faktor-Authentifizierung, rollenbasierte Rechte und zeitlich begrenzte Sitzungen sollen verhindern, dass Unbefugte auf Vorgänge oder Dokumente zugreifen.
Regelmäßige Updates, Protokollkontrollen, getestete Backups und ein dokumentierter Notfallprozess gehören zum Betrieb. Eine Sicherung ist erst belastbar, wenn die Wiederherstellung geprüft wurde.
Vor der Verarbeitung echter Kundendaten sind Datenschutzprüfung, Schwachstellenanalyse und ein unabhängiger Penetrationstest vorgesehen. Festgestellte Risiken müssen vor der Freigabe behoben werden.
Vor einem hiervon getrennten, späteren Dokumentenupload muss die nutzende Person ihre fallbezogene Berechtigung, die Beschränkung auf erforderliche Daten und den konkreten Verarbeitungszweck jeweils gesondert bestätigen. Die Bestätigungen werden mit der geltenden Datenschutzhinweis-Version protokolliert. Ungeklärte Rollen oder fehlende Aufbewahrungsregeln sperren den Upload.
Eine Übergabe an eine Rechtsanwaltskanzlei, ein Notariat, eine Steuerberatung oder andere Fachstellen erfolgt nicht automatisch. Empfänger, Zweck und Datenumfang werden vorab angezeigt und benötigen eine separate Freigabe. Die Plattform darf aus einem erkannten Risiko weder eigenständig ein Mandat noch eine rechtsgeschäftliche Erklärung erzeugen.