Sicherheitsstatus: Der serverseitige Produktivkern ist vorbereitet, bleibt aber bis zur unabhängigen Sicherheits- und Datenschutzfreigabe gesperrt.

Nachlassdaten sicher und lokal im Browser organisieren.

Das öffentliche Cockpit arbeitet Local-first: Es hilft beim privaten Ordnen, ohne ein Serverkonto anzulegen oder Dokumente an NachlassWeg zu übertragen. Komplexe und rechtliche Sachverhalte gehören weiterhin zu qualifizierten Fachleuten.

Aktuell nutzbarer Sicherheitsumfang: Fallangaben bleiben standardmäßig nur bis zum Schließen der Seite im Arbeitsspeicher. Eine dauerhafte Ablage erfolgt ausschließlich nach Auswahl auf dem eigenen Gerät. Dateien werden nur lokal im Browser gelesen und nicht hochgeladen. Verwenden Sie dennoch möglichst Kürzel und geben Sie keine Passwörter, Onlinebanking-Zugänge, Ausweisdaten oder nicht erforderlichen Angaben ein.

Leitplanken der Produktidee

  • Keine autonome Entscheidung über Annahme oder Ausschlagung
  • Warnungen bei Schulden, Minderjährigen oder Auslandsbezug
  • Keine automatische Übermittlung oder Versendung
  • Fachliche Übergabe bei komplexen Sachverhalten

Berechtigung statt bloßer Angehörigkeit

Der vorbereitete Kundenbereich prüft jeden Zugriff serverseitig anhand von Nutzer, Vorgang und Berechtigungsstufe. Die Kenntnis einer Vorgangs- oder Dokument-ID gewährt keinen Zugriff.

Verschlüsselte Dokumente

Für jedes Dokument wird ein eigener Schlüssel vorgesehen. Inhalt und Dokumentenschlüssel werden getrennt mit AES-256-GCM verschlüsselt. Ohne erreichbaren Malware-Scanner wird ein Upload vollständig abgewiesen.

Nachvollziehbare Ereignisse

Anmeldung, Freischaltung, Änderung und Löschung werden in einem HMAC-gesicherten, verketteten Audit-Protokoll vorbereitet. Rechtlich oder fachlich relevante Regeln benötigen zusätzlich eine eigene Freigabe und Versionierung.

Keine Passwortsammlung

Die Anwendung soll Verträge über Unterlagen und Zahlungsbewegungen erkennen, nicht Zugangsdaten der verstorbenen Person sammeln.

Browser-Kundenprodukt

Direkt auf samburi.de arbeiten.

Nach bestätigter Zahlung soll ein persönliches Kundenkonto für zwölf Monate freigeschaltet werden. Es wird keine ZIP-Datei und kein Softwarepaket ausgeliefert. Anmeldung, Sitzungsverwaltung, Berechtigungsprüfung, Ablauf und Sperrung des Zugangs müssen serverseitig durchgesetzt werden, bevor der echte Verkauf freigegeben werden darf.

Die Fallbearbeitung bleibt Local-first: Angaben, Notizen und bewusst ausgewählte Umsatzdateien werden im Browser verarbeitet und nicht automatisch an NachlassWeg oder Stripe übertragen. Dauerhafte lokale Speicherung wird nur nach ausdrücklicher Auswahl auf dem verwendeten Gerät aktiviert. Konto- und Zahlungsdaten sind davon getrennt.

Die lokale Datenverarbeitung begrenzt die serverseitige Verarbeitung, ersetzt aber nicht den Schutz des eigenen Geräts. Nutzende sollten ein aktuelles Betriebssystem und einen aktuellen Browser verwenden, das Gerät sperren, Exporte sicher verwahren und die lokale Speicherung auf gemeinsam genutzten Geräten nicht aktivieren.

Datenschutz durch klare Grenzen

So wenig Daten wie möglich, so viele wie erforderlich.

Bei der Nachlassorganisation können besonders schützenswerte Informationen zusammenkommen. Dazu zählen Identitätsdaten, Vertragsunterlagen, Zahlungsbewegungen und Angaben über Familienverhältnisse. Deshalb soll NachlassWeg Daten nicht vorsorglich sammeln, sondern nur für einen klar beschriebenen Zweck verarbeiten. Eingaben müssen einem konkreten Vorgang zugeordnet sein und dürfen nicht automatisch für Werbung oder fremde Zwecke verwendet werden.

Eine technische Schutzmaßnahme allein genügt nicht. Ebenso wichtig sind verständliche Berechtigungen, festgelegte Löschfristen und eine dokumentierte Trennung zwischen Test-, Entwicklungs- und Produktivsystemen. Nutzer sollen erkennen können, welche Daten benötigt werden, wer darauf zugreifen darf und wann eine Löschung vorgesehen ist. Besonders sensible Dokumente dürfen erst verarbeitet werden, wenn der produktive Betrieb einschließlich Datenschutzprüfung und Sicherheitsfreigabe tatsächlich aktiviert wurde.

Auch bei einer späteren Dokumentenanalyse gilt das Prinzip der Datenminimierung. Kontoauszüge sollen beispielsweise nur auf erkennbare Vertrags- oder Zahlungsbeziehungen geprüft werden. Zugangsdaten, vollständige Kontohistorien oder sachfremde Buchungen sind für diesen Zweck nicht erforderlich und sollten weder dauerhaft gespeichert noch unnötig angezeigt werden.

Technisches Sicherheitskonzept

Mehrere Schutzebenen statt eines einzelnen Versprechens.

Der geplante Produktivbetrieb verbindet organisatorische und technische Maßnahmen. Jede Ebene soll das Risiko begrenzen, falls eine andere Schutzmaßnahme versagt.

Zugriffsschutz

Starke Anmeldung, Zwei-Faktor-Authentifizierung, rollenbasierte Rechte und zeitlich begrenzte Sitzungen sollen verhindern, dass Unbefugte auf Vorgänge oder Dokumente zugreifen.

Prüfung und Wiederherstellung

Regelmäßige Updates, Protokollkontrollen, getestete Backups und ein dokumentierter Notfallprozess gehören zum Betrieb. Eine Sicherung ist erst belastbar, wenn die Wiederherstellung geprüft wurde.

Unabhängige Kontrolle

Vor der Verarbeitung echter Kundendaten sind Datenschutzprüfung, Schwachstellenanalyse und ein unabhängiger Penetrationstest vorgesehen. Festgestellte Risiken müssen vor der Freigabe behoben werden.

Berechtigung und Freigaben

Jeder sensible Schritt braucht einen nachvollziehbaren Grund.

Vor einem hiervon getrennten, späteren Dokumentenupload muss die nutzende Person ihre fallbezogene Berechtigung, die Beschränkung auf erforderliche Daten und den konkreten Verarbeitungszweck jeweils gesondert bestätigen. Die Bestätigungen werden mit der geltenden Datenschutzhinweis-Version protokolliert. Ungeklärte Rollen oder fehlende Aufbewahrungsregeln sperren den Upload.

Eine Übergabe an eine Rechtsanwaltskanzlei, ein Notariat, eine Steuerberatung oder andere Fachstellen erfolgt nicht automatisch. Empfänger, Zweck und Datenumfang werden vorab angezeigt und benötigen eine separate Freigabe. Die Plattform darf aus einem erkannten Risiko weder eigenständig ein Mandat noch eine rechtsgeschäftliche Erklärung erzeugen.

Wichtig: Vorbereitet bedeutet noch nicht produktiv freigegeben. Vor echten Kundendaten fehlen insbesondere ein verifizierter Registrierungsprozess, Zwei-Faktor-Authentifizierung, produktiver Malware-Scanner, Backup- und Wiederherstellungstest, freigegebene Löschfristen, Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten, Datenschutz-Folgenabschätzung, geübter Vorfallprozess, unabhängiger Penetrationstest und eine externe Barrierefreiheitsprüfung. Bis dahin akzeptieren die Schnittstellen keine Anmeldung, Bestellung und keinen Dokumentenupload.